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GPT zur intelligenten Analyse privilegierter Aktivitäten

  • Autorenbild: David Utrilla Torres
    David Utrilla Torres
  • 22. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Neue Maßstäbe in der Logdaten-Auswertung und Risikobewertung


Einleitung: Warum gerade privilegierte Aktivitäten im Fokus stehen

In einer Zeit, in der privilegierte Zugriffe (z. B. von Administratoren oder Root-Accounts) zu den größten Risiken für die IT-Sicherheit zählen, gewinnen intelligente Analysemethoden zunehmend an Bedeutung. Besonders spannend ist der Einsatz von Generative Pre-trained Transformers (GPT) zur Analyse privilegierter Aktivitäten. Diese Technologie eröffnet völlig neue Möglichkeiten, verdächtige Muster frühzeitig zu erkennen und Risiken kontextbasiert zu bewerten.



Echtzeitanalyse von Logdaten: Auffälligkeiten sofort erkennen

Traditionelle SIEM-Systeme stoßen bei subtilen Anomalien oft an ihre Grenzen.

GPT-Modelle hingegen können Logdaten in Echtzeit analysieren und dabei nicht nur technische, sondern auch semantische Zusammenhänge verstehen.


Typische Auffälligkeiten, die GPT automatisch identifizieren kann:

  • Zugriffe außerhalb der üblichen Arbeitszeiten

  • Ungewöhnliche Datenbewegungen (z. B. große Datenmengen an ungewöhnliche Ziele)

  • Abweichungen vom typischen Nutzerverhalten (z. B. neue Befehle, unbekannte Tools)


Ein besonderer Vorteil: GPT lernt aus historischen Daten und erkennt auch schleichende Veränderungen, die auf eine mögliche Kompromittierung hindeuten.




Kontextbasierte Risikobewertung: Mehr als nur technische Korrelation

Ein entscheidender Vorteil von GPT liegt in der kontextuellen Bewertung von Aktivitäten. Während klassische Systeme meist auf technische Korrelationen setzen, kann GPT zusätzliche Informationen einbeziehen:

  • Aktuelle Sicherheitsvorfälle: Ein privilegierter Zugriff wird anders bewertet, wenn er zeitlich mit einem Incident korreliert.

  • Organisatorischer Kontext: Ist der Zugriff Teil eines geplanten Changes oder eine spontane Aktion?

  • Verhaltenshistorie: Wie oft hat der Nutzer in der Vergangenheit ähnliche Aktionen durchgeführt?

Diese kontextuelle Intelligenz ermöglicht eine dynamische Risikobewertung, die weit über starre Regelwerke hinausgeht.



Praxisbeispiel: CyberArk PSM und GPT im Zusammenspiel

Ein konkreter Anwendungsfall ist die Integration von GPT mit dem CyberArk Privileged Session Manager (PSM).PSM zeichnet alle privilegierten Sitzungen auf – Tastatureingaben, Mausbewegungen, Befehle. GPT kann diese Logs mit semantischer Analyse anreichern.

Mögliche Mehrwerte:

  • Automatische Klassifikation von Sitzungen nach Risikoprofilen (Routine, Incident Response, ungewöhnlich)

  • Erkennung von semantischen Anomalien, z. B. Zugriff auf Daten außerhalb des Aufgabenbereichs

  • Kontextuelle Alarmierung, wenn ein Zugriff mit einem laufenden Incident zusammenfällt

Beispiel:Ein Administrator greift nachts um 2:30 Uhr auf ein Backup-System zu und exportiert Daten. GPT erkennt die Uhrzeit als untypisch, korreliert sie mit einem offenen Incident zur Datenintegrität – und stuft die Aktion als hochriskant ein.




Erweiterung: Chancen und Herausforderungen beim Einsatz von GPT

Neben den Vorteilen müssen Unternehmen auch Herausforderungen beachten:

  • Datenqualität: GPT benötigt saubere, vollständige Logdaten.

  • Ressourcen: Hoher Rechenaufwand bei Echtzeit-Analysen.

  • False Negatives: Auch KI kann raffinierte Angriffe übersehen.

  • Compliance: Speicherung und Verarbeitung sensibler Logdaten muss DSGVO-/ISO-konform erfolgen.



Fazit: GPT als Gamechanger im Privileged Access Monitoring

Der Einsatz von GPT zur Analyse privilegierter Aktivitäten markiert einen Paradigmenwechsel im Bereich Privileged Access Management (PAM) und Security Monitoring.


Unternehmen profitieren von:

Frühzeitiger Erkennung komplexer Bedrohungen

Reduzierung von False Positives

Effizienterer Incident Response durch Priorisierung

Intelligenter Ergänzung bestehender PAM-/SIEM-Lösungen


In Kombination mit Tools wie CyberArk kann GPT als intelligentes Analysemodul fungieren – und die Sicherheit hochsensibler Systeme signifikant erhöhen.



Autor:



David Utrilla Torres

B.Sc Wirtschaftsinformatik, MBA







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